Liebe Einwohner unserer Pfarre und im SSR Unteres Paznaun!

Wir stehen schon mitten im Jubiläum 300 Jahre St. Antoniuskirche.

  1. Seit 24. Jänner ist die Fotoausstellung im 1. Stock (Galerie) des Gemeindehauses täglich frei zugänglich und kann in Ruhe besichtigt werden. Vergelt’s Gott unserem stellv. PKR-Obmann Harald Pöll für die große Vorbereitungsarbeit und Anfertigung der Schautafeln, PGR-Obmann Otto Siegele, sowie Helfern und Pfarrsekretärin Gerlinde.
  2. Es wird einige Kirchenkonzerte geben, die rechtzeitig im Internet (SR Unteres Paznaun) und auf der Gottesdienstordnung angekündigt werden. Wir bitten um zahlreichen Besuch.
  3. Einen Höhepunkt der Gemeinschaftspflege wird das geplante Pfarrfest am Sonntag, 7. Juni 2026 bilden. Herzliche Einladung an alle Einwohner unseres Seelsorgeraumes!
    Einen Tag früher, am 6. Juni 2026, besucht uns Bischof Hermann. Er wird unseren Firmlingen aus Kappl, See und Langesthei das Hl. Sakrament der Firmung spenden.
  4. Der Hohe Frauentag wird auch heuer wieder feierlich begangen. Unsere Musikkapelle lädt herzlich zu ihrem Fest am Dorfplatz ein (Samstag, 15. August).
  5. Ende August/Anfang September veranstaltet die Pfarre eine Fuß- und Buswallfahrt nach Einsiedeln (auf den Spuren der Wallfahrt, die Kurat Adam Schmid 1724 mit über 200 Pilgern unternommen hat).
  6. Zum diesjährigen Erntedankfest am 20. September ist ein kleines Fest geplant, zudem wir schon jetzt die Bevölkerung einladen!

Abschluss „Restaurierung Turm – Pfarrkirche Kappl“

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir euch über die anstehende Turmrestaurierung unserer Pfarrkirche zum Hl. Antonius informiert. Nun dürfen wir auf die durchgeführten Arbeiten zurückblicken, die finanzielle Situation bekannt geben und vor allem auch ein großes Dankeschön aussprechen.

Die Restaurierungsarbeiten wurden vom offiziellen Baubeginn am 15.05.2025 (Gerüstaufbau, Fa. Mair) bis zum 01.10.2025 (einputzen der Anschlussbleche durch den Restaurator) erfolgreich und unfallfrei durchgeführt. Die wesentlichen Arbeitsschritte waren:

  • Restaurator Fa. Gebhard Ganglberger: Entfernung der Turmlisenen und der Fassaden-farbe, aufputzen und malen der Quaderung, Rückführung der Fassade auf Kalkbasis, Freilegung eines Sichtfensters an der nordseitigen Turmfassade, Färbelung Turmuhr
  • Schindeldecker Fa. Astner: Demontage Turmschmuck, Entfernung der Schindeln, Neueindeckung mit Lärchenschindeln in 3-fach-Deckung, streichen des Turmhelms in roter Farbe, Montage des Turmschmucks, Neudeckung der Sakristei und des Vordachs über dem Hauptportal ebenfalls mit Lärchenschindeln (naturbelassen)
  • Kunsthandwerk aurea, Jenny Matzohl: Restaurierung des Turmschmucks. Ein Meilenstein war die Montage des restaurierten Turmschmucks am 22.07.2025.
  • FS1 – Statiker DI Christian Stöffler, Fa. HTB, Eigenregie: Begutachtung des Dachstuhls und Verstärkungs- und Stabilisierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen waren unvorhergesehen, blieben aber glücklicherweise in einem geringen Umfang.
  • Spengler Fa. Schöpf: Erneuerung der Gesimsverblechungen und diverse Anschluss- und Traufenbleche in Kupfer
  • Eigenregie, Johann Jehle und freiwillige Helfer: Vorbereitung der Baustelle, Schutz der Gräber, Instandsetzung Schallfenster, etc.

    Die Örtliche Bauaufsicht (ÖBA) wurde von der Fa. Baubox, Reinhard Kerber, wahrgenommen. Weiters wurde das Bauvorhaben von Seiten der Diözese durch Toni Mangweth und von Seiten des Bundesdenkmalamts von Frau Dr. Michaela Frick begleitet.

    Insgesamt können wir auf einen sehr erfolgreichen und reibungslosen Ablauf der Arbeiten zurückblicken. Das Streichen des Schindeldachs beim Turm wurde durch den niederschlagsreichen Juli etwas verzögert. Dadurch haben sich auch diverse Fassaden- und Spenglerarbeiten nach hinten verschoben, was teilweise durch die Betriebsurlaube der Firmen noch verlängert wurde. Diese Verzögerungen haben aber letztlich keine Mehrkosten verursacht.

    Das Christophorusfresko an der Nordfassade konnte aufgrund des schlechten Zustands nicht freigelegt werden. Allerdings wurden Spuren eines noch älteren Freskos gefunden. Der Pfarrkirchenrat hat sich in Absprache mit dem Denkmalamt und dem Restaurator dafür entschieden, über ein Sichtfenster einen Einblick in die Baugeschichte unseres Turms zu geben. Eine Informationstafel, die derzeit in Vorbereitung ist und dann im Turmeck am Rücksprung zur Sakristei aufgestellt wird, erklärt allen interessierten BesucherInnen das Sichtfenster.

    In der Planungsphase haben wir die Kosten für die Restaurierungsmaßnahmen mit EUR 285.000,00 geschätzt.

    Die tatsächlichen Gesamtkosten (ohne die angesprochene Informationstafel und deren Unterkonstruktion) betragen EUR 233.794,93. Somit konnten die geschätzten Kosten um etwa EUR 50.000,00 unterschritten werden. Die Hauptgründe dafür sind, dass

    • das Christophorusfresko nicht freigelegt werden konnte
    • bei der Unterkonstruktion der Schindeln kaum Arbeiten notwendig waren
    • die Instandsetzung der Schallfensterlamellen in Eigenregie erfolgen konnte
    • wir von heimischen Firmen und freiwilligen Helfern unterstützt wurden
    • keine wesentlichen unvorhergesehenen Arbeiten aufgetreten sind.

    Die Finanzierung stellt sich wie folgt dar:

    • Förderung Landesgedächtnisstiftung EUR   57.500,00
    • Förderung Diözese EUR   35.580,00
    • Förderung Land Tirol EUR   27.000,00
    • Förderung Bundesdenkmalamt EUR   11.000,00
    • Förderung Gemeinde Kappl EUR   30.000,00
    • Spenden (Stand 10.03.2026) EUR  109.200,00

    Somit liegt derzeit ein „Überschuss“ von ca. EUR 36.000,00 vor.

    Die Spendenaktion über das Bundesdenkmalamt, die die steuerliche Absetzbarkeit der Spenden ermöglicht, wurde sehr gut angenommen. Etwa 86 % der Spendengelder sind über die Spendenaktion eingelangt.

    Für die Verwendung des finanziellen Polsters stehen schon wieder die nächsten Projekte und Arbeiten an. So haben wir beim Bildhauer Stefan Juen aus See ein neues Kreuz mit Korpus für den neuen Friedhof bestellt, das im heurigen Jubiläumsjahr noch zu sehen sein wird. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. EUR 15.000,00. Weiters wird sich die Pfarre mit EUR 5.000,00 an der Restaurierung der Friedhofskapelle beteiligen, die Verfugung des Kirchenbodens ist stellenweise zu erneuern, und laufend fallen kleinere Arbeiten am Putz an.

    Nun ist es an der Zeit, noch einmal ein herzliches „Vergelt’s Gott“ zu sagen:

    • allen SpenderInnen für ihren Beitrag
    • allen Förderstellen (siehe oben)
    • der Gemeinde Kappl
    • allen freiwilligen Helfern, die bei den Arbeiten am Kirchturm und bei der anschließenden Turm- und Kirchenreinigung geholfen haben, besonders Johann Jehle
    • unserem stellv. PKR-Obmann Harald Pöll für die organisatorische Abwicklung des Projektes
    • der Tischlerei Jehle für das Material und die Maschinenbereitstellung für die Instandsetzung der Lamellen der Schallfenster
    • der Fa. Elektro Kerber für die Leistungen und das Material für die Montage der Blitzschutzanlage
    • der Fa. Hoch- & Tiefbau Zangerle für die Schaltafeln, LKW-Stunden, etc.
    • Jenny Matzohl, Kunsthandwerk aurea, für die kostenlosen Mehrleistungen, die durch die unerwarteten Maßnahmen am Turmschmuck angefallen sind
    • Sophia und Emil Zangerle für die Kostenübernahme der unerwarteten Arbeiten der Fa. HTB an der Dachkonstruktion
    • Marco Sailer, m-kreativ-design, für die kostenlose Herstellung der Zahlscheine für die Spendenaktion
    • Bernhard Gruber, für die Drohnenbefliegungen und die daraus entstandenen Videos
    • den Weilern, die das letzte Jahr unser Erntedankfest organisiert haben und den Erlös daraus für die Restaurierung des Kirchturms gespendet haben
    • den Veranstaltern der „offenen Adventfenster“, die die freiwilligen Spenden der Turmrestaurierung gewidmet haben
    • den Mitgliedern des Pfarrgemeinde- und des Pfarrkirchenrats für die Verteilung der Zahlscheine für die Spendenaktion

    Wir können als Pfarrgemeinde sehr stolz auf die gelungene Restaurierung sein.

    Auch möchten wir vorab schon allen danken, die bei unserem Jubiläumsjahr mitwirken und uns bei der Organisation und Abwicklung unterstützen.

    Darauf dürfen wir dann gegen Jahresende noch näher eingehen.