Liebe Mitchristen im SSR Unteres Paznaun!

Plötzlich ADVENT? Wirklich? Es ist uns doch schon seit Wochen Weihnachten reichlich in den Regalen und Wühltischen der Geschäfte und Supermärkte präsentiert, so reichlich (und immer kostspieliger), dass sich manche davor fürchten.

Vielleicht fragen wir uns, wie wir es diesmal schaffen können, und was wir beitragen können, um den ADVENT besinnlich(er) zu verbringen. Die Frage ist eigentlich falsch gestellt. Es ist keine Leistung zur Ruhe zu kommen. Wir müssen auch keine Liste abarbeiten, ehe wir in uns gehen und stille werden können.

Im Gegenteil – je mehr wir uns darum bemühen, desto schwieriger wird es – weil das ja schon wieder Druck verursacht.

Früher war der 25. November der Tag der Hl. Katharina ein Signaldatum. Er machte die bäuerliche Bevölkerung aufmerksam: Jetzt kommt eine stille Zeit.

So wie man einem Kind, das zu viel im Internet surft, den Internetzugang sperrt und es so zur Ruhe bringt, so half dieser Tag, dass die Betriebsamkeit allmählich nachließ.

Früher war der Sommer die Zeit der meisten Arbeit. Im Winter verlangsamten sich alle Aktivitäten. Heute ist es genau umgekehrt. Der jahrhundertlange natürliche Jahreslauf wird auf den Kopf gestellt.

Unserer Seele und unserem Körper tut es gut, wenn wir im Einklang mit dem natürlichen Jahresrhythmus leben. Die langen Tage im Frühjahr und Sommer haben viel Energie geliefert.

Anders der Winter – der Mangel an Tageslicht verstellt die innere Uhr. So wie sich die Natur im Winter zurückzieht, um Kräfte zu sammeln, brauchen auch wir diese Zeit des Rückzuges und der Schonung unserer Kräfte. Wir dürfen die Zeit des endenden Jahres nützen, um Rückschau auf Vergangenes und Ausschau auf Neues zu halten.

Für Jahrhunderte war der alte Jahreszyklus für die Menschen wie ein Geländer, an dem sie sich festhalten konnten. Uns fehlt in unserer schnelllebigen Zeit so ein „Geländer“. Immer und überall ist alles möglich und verfügbar! Ob Sonntag oder Werktag, ob Sommer oder Winter, ob Advent oder Weihnachtszeit – es gibt immer weniger Unterschiede! Alles wird austauschbar.

Im alten Kirchenjahr nannte man die Adventzeit: „Tempus clausum“, eine geschlossene Zeit. Man beschränkte sich in vielen Dingen (Essen, Lustbarkeiten, Tanz) und sperrte manches aus – um zur Festzeit die Freude am Leben neu und tiefer zu erleben. Damit schuf man einen geschützten Raum, in dem die Vorfreude auf das kommende Christfest reifen konnte.

Vielleicht nehmen wir den Kathreintag zum Anlass, das aus unserem Leben für 4 Wochen auszusperren, was uns auf Trab hält, uns ablenkt, uns die „Zeit stiehlt“. Leben wir doch ein wenig alternativ. Halten wir es mit „unserem Kathreinsverzicht“ wie die Menschen früher mit dem Tanzverbot. Es könnten ruhigere, besinnliche Tage des Innehaltens beginnen, in familiärer, freundschaftlicher Verbundenheit, in der friedvollen Erfahrung des gemeinsamen Gebetes an den Adventabenden.

Der Katharinentag sagt es an: “Jetzt ist die Zeit“ …

 

WIR DANKEN

Dankbarkeit mach das Leben erst reich. Wenn wir danken, zeigen wir unserem Gegenüber Wertschätzung. Wer ein DANKE zu hören bekommt, fühlt sich in seinem Bemühen (an)gesehen.

  • Danke für das Zeugnis des Glaubens, allen die treu den Gottesdienst mitfeiern und stellvertretend für so viele Nöte in der Welt betend eintreten. Besonders in der kommenden Adventzeit laden wir zu den Gottesdiensten ein!
  • Die Pfarre dankt dem Wortgottesdienst-Team für die immer wieder schön gestalteten Familienwortgottesdienste.
  • Eine ruhige Herbstnacht ermöglichte heuer wieder die gelungene „Nacht der 1000 Lichter“ in der Pfarre Kappl, um sich in der Stille des Abends in den Allerheiligen- und Allerseelentag einzustimmen. Herzlichen Dank den Firmlingen für Eure Hilfe beim Aufstellen der Lichter und den Bläsern der MK Kappl für die musikalische Gestaltung in der Kirche.
  • Danke allen VorbeterInnen beim großen Gebet, für Augenblicke der Besinnung, das Rosenkranzgebet und Andachten aus dem Gotteslob.
  • Vergelt’s Gott unseren Kirchenchören, Bläsergruppen, Musikkapellen und Organisten Alfons, Philipp und Christine für die festliche Gestaltung der Gottesdienste – zu Gottes Ehr und Freude der Gläubigen.
  • Auch heuer wieder finden in Kappl am Dienstag um 6:30 Uhr die Rorate mit anschließendem Roratefrühstück im Foyer statt (2.12. – 9.12. – 16.12. – 23.12.). Herzliche Einladung an alle und herzliches Danke dem Rorateteam für die Vorbereitung.

Durch Eure großzügige Unterstützung konnte in den vergangenen Jahren vielen Kindern in Burkina Faso, der Heimat von Pfr. Francis, geholfen werden und ihnen der Schulbesuch ermöglicht werden. Auch heuer möchten wir wieder eine ähnliche Weihnachtsaktion durchführen.

Mit einer Spende von EUR 10,00 pro Kind unterstützen wir diesmal die Heimatgemeinde von unserem Aushilfspriester Linus aus Bhuigaon (Indien). Bitte gebt eure Spenden bis 6.12.2025 bei Pfarrer Gerhard oder bei Diakon Herbert ab.

Ein herzliches Vergelt’s Gott für eure Mithilfe!

 

NIKOLAUS-AKTION KAPPL 2025!

Liebe Familien!

Der 06. Dezember gehört dem Hl. Nikolaus, dem Schutzpatron der Kinder. Am Vorabend dieses Festes, am 05. Dezember 2025 kommt der Nikolaus auch in diesem Jahr zu den kleinen Kindern, wenn ihr es wünscht. Anmeldung für den Hausbesuch bitte bis spätestens 01. Dezember 2025

Möglichkeiten zur Anmeldung:

Onlineformular auf der Website der Pfarre.

Zusätzlich wird es auch den Nikolausumzug im Dorf geben. Bitte nur eines dieser beiden Angebote in Anspruch nehmen um diesen schönen, althergebrachten Brauch nicht „ad absurdum“ zu führen.