Liebe Mitchristen im SSR Unteres Paznaun!
Es gibt Erzählungen in der Hl. Schrift, die mich besonders ansprechen, weil ich mich in ihnen finden kann. Eine Solche ist das Evangelium vom 3. Ostersonntag – „Die Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen am See Tiberias“.
Ein großes Loch ist da in ihrer Seele. Unsicherheit, kein Antrieb; aus Verlegenheit fahren sie zum Fischfang auf den See, mühen sich erfolglos ab … Wie soll es weitergehen?
Wo ist ein Zeichen, dass es Auferstehung, Grund zur Hoffnung gibt?
Auch das Netz unserer Anstrengungen bleibt manchmal leer. Wir kennen die schweren Nächte des Zweifels. Da ist es allemal noch besser, etwas zu tun, zu probieren, als einfach dazusitzen und den depressiven Gedanken nachzuhängen.
Die Bibel erzählt: Da plötzlich – im Halbdunkel der Morgendämmerung steht der Herr am Ufer und fordert die Jünger auf: „Probiert es nochmals! Werft das Netz auf der rechten Seite aus – die aktive bewusste Seite.
Das unmögliche geschieht – die Jünger ziehen ein volles Netz an Land.
Freude, Erfolg stellt sich ein; etwas wendet sich überraschend zum Guten; wir bekommen wieder Boden unter den Füßen …
Johannes sieht die Wende mit den Augen des Herzens; er erkennt im Fremden als Erster den Auferstandenen, der zu ihnen gekommen war.
Ich denke, es gibt in unserem Leben Momente, in denen wir tief innen spüren: Da hat wirklich Gott eingegriffen und geholfen, er, Christus ist wirklich in mein Leben getreten.
Der Herr fragt, ob sie etwas zum Essen haben. Er will mit ihnen Zeit verbringen.
Jesus hat das starke Bedürfnis mit uns Mahl zu halten. Er sucht die Gemeinschaft mit uns – er sehnt sich nach der Kommunion mit uns!
Ist uns das bewusst, wie er mit uns kommunizieren will?
Wir wollen seiner Einladung folgen. Das Zusammensein mit ihm will dann auch aufs Neue unseren Hunger nach ihm wecken.
In diesen Tagen versammeln sich auf der Welt Gläubige um Ostern zu feiern – sie versammeln sich um den Altar, um mit Jesus innige Mahlgemeinschaft zu erleben und auch im gemeinsamen häuslichen Mahl Gemeinschaftserfahrung zu spüren.
Der Glaube bekommt so neue Kraft: Eltern bringen ihre Kinder zur Taufe, weil sie dankbar sind und Gottes Schutz und Segen erbitten.
Unsere Erstkommunionkinder erahnen, was es für eine innere Freude bedeutet – Freunde und Freundinnen von Jesus und von ihm eingeladen zu sein.
Die Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten begreifen, dass Gott durch sie etwas zum Guten verändern will.
Menschen sind zu einem Ehrenamt in der Gemeinschaft bereit, weil sie spüren, wie ihr Engagement sie selbst mit Freude und Frieden erfüllt.
Die Feier von Tod und Auferstehung ist wie frische Morgenluft – neue Inspiration für die vielfältigen Dienst an den Menschen durch ein Ehrenamt für die Gemeinschaft.
Eine Welt ohne den Auferstandenen, ohne Osterglauben wäre kalt und trostlos. Im christlichen Umfeld gibt es auch Platz für die Maroden, für Hilfsbedürftige, für Belastete, für Fremde, Kranke und Sterbende; und für die, die immer ihre Menschenwürde behalten, auch wenn sie nichts mehr tun können. Uns so sorgt die gemeinsame Eucharistiefeier Sonntag für Sonntag für frische Sauerstoffzufuhr in unseren Gemeinden, weil in den Mitfeiernden, in ihrem Glauben, Hoffen und Lieben Christus auferstanden, lebendig ist.
Eine gesegnete Osterzeit Pfarrer Gerhard
Ein dankbarer Blick zurück …
- Am Montag in der Karwoche fand wieder eine von den Firmlingen unseres Seelsorge-raumes meditativ gestaltete Kreuzwegandacht in St. Antonius statt. Vergelt’s Gott für eure eindrucksvolle Gestaltung.
- Auch die Erstkommunionkinder gestalteten am 20. März eine Leidensandacht Jesu Christi in mehreren Stationen in der Kirche, dazu kamen viele Geschwister, Eltern, Großeltern und natürlich alle Tischmütter.
- Unseren fleißigen Ministranten, die zu diesem Ostern in großer Zahl an der Kar- und Osterliturgie aktiv und würdevoll teilnahmen (besonders auch bei der Osternachtliturgie) ein großer Dank und Anerkennung!
- Auch heuer wieder gestaltete Mathilde Juen die schöne Osterkerze. Liebe Mathilde – Vergelt’s Gott von Herzen.
- Herzlich danken wir den Chören in Kappl und See für die Gestaltung der Liturgie in der Karwoche und zu Ostern, ebenso unseren Organisten in Langesthei, See und Kappl, sowie den Bläsergruppen der Musikkapellen ein herzliches Danke und Vergelt’s Gott!
- Ein besonderer Höhepunkt war die festliche Aufführung der Kassiansmesse vom Kirchenchor Kappl mit Bläsern und Pauken am Ostersonntag in Kappl – es war sehr feierlich und wunderschön.
- Die heurige Caritas Haussammlung hat wiederum ein großartiges Ergebnis gebracht:
Pfarre Kappl Euro 14.450,00
Pfarre Langesthei Euro 926,00
Herzliches Vergelt’s Gott für Eure großzügige Gabe. Ein großes Danke auch allen treuen und neuen Caritas-SammlerInnen für Euren wertvollen Dienst!
- Herzliche Einladung an die ganze Pfarrgemeinde zu den bevorstehenden Bittgängen und Bittmessen vor Christi Himmelfahrt. Beten wir gemeinsam um Gottes Segen und für den Frieden in der Welt!