Liebe Pfarrgemeinden im SSR Unteres Paznaun!
Die Geschichte unseres Aschermittwochs – schon seit Jahren durch Gottesdienste und „Suppentag“ im SSR ausgezeichnet – beginnt im Jahr 1091. Bei der Synode von Benevent/Italien verlegten die Bischöfe die Fastenzeit 6 Tage vor den damaligen Beginn nach dem 6. Sonntag vor Ostern.
Mann war der Meinung, dass das sonntägliche Fasten sich nicht mit dem sonntäglichen Gedächtnis der Auferstehung verträgt. Damals wurde auch das Bestreuen der Gläubigen am „Aschermittwoch“ beschlossen. Die Kirchenversammlung griff damit das Zeichen auf, das davor mit der öffentlichen Buße für schwere Sünden verbunden war. Nur mehr vereinzelt werden die „schweren Sünder“ damit „gebrandmarkt“ und war deshalb immer seltener angewandt worden.
Jetzt also sollten alle Getauften in Gemeinschaft mit dem Aschezeichen ihr Sündersein und eine Neuausrichtung des persönlichen Lebens dokumentieren. Das gemeinsame Ritual sollte deutliche machen, was die 40-tägige Bußzeit immer schon war: Eine Zeit der Erneuerung der christlichen Lebensführung und Vorbereitung auf das Osterfest.
Asche – ein Symbol für Vergehen und Verfall. Zugleich weist das Aschekreuz von Ostern her schon aus Tod und Scheitern heraus und macht sich fest am „Sieger von Golgotha“. Es wird die Asche der verbrannten Palmen vom Palmsonntag des Vorjahres verwendet.
In das „Bedenke Mensch, dass du Staub bist“ mischt sich die Frohbotschaft: „Doch ich weiß, mein Erlöser lebt, der mich erweckt am jüngsten Tag.“
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